Sommerhitze - Was bedeutet das für die Pflanzen?

WEIL WIR PFLANZEN LIEBEN.

WEIL WIR PFLANZEN LIEBEN.

Wenn es immer trockner wird...

Mit den zunehmenden Wetterschwankungen, den Hitzeperioden und Dürrephasen benötigen wir Strategien um unseren Wasserbedarf möglichst gering zu halten, aber doch das kühlende Grün zu nutzen und erhalten.

Denn:

Pflanzen und vor allem Bäume sind die besten Schattenspender und kühlen ihre Umgebung sehr viel besser als Sonnenschirme und Sonnensegel.

Darum:

Sollten wir das Gießen möglist nachhaltig betreiben und nur zum Erhalt der Pflanzen nuzuen und nciht um die Pflanzen zu verwöhnen.

Eine geeignete Sortenwahl macht das gießen ebenfalls leichter. Vermeiden Sie Pflanzen, die eher aus kühleren Gegenden kommen und deshab bei uns immer viel Wasser benötigen. 

 

untenstehend finden Sie unsere Tipps zum Thema Gießen.

Grundprinzipien für nachhaltiges Gießen

  • Zeitpunkt: Morgens zwischen 4 und 9 Uhr gießen. Dann ist die Verdunstung minimal und die Pflanzen gehen gut versorgt in den Hitzetag. Abends ist ebenfalls eine Möglichkeit, da die Pflanzen sich über Nacht erholen können. (Nachteil: Schneckenrisiko, feuchte Blätter über Nacht). Trotzdem kann bei über 34 Grad Celsius Abends zu gießen die bessere Wahl sein. 

  • Selten, aber durchdringend:Lieber 2–3 Mal pro Woche kräftig als täglich „Schlückchen“. So werden Wurzeln in die Tiefe gelockt und der Boden bleibt länger feucht.

  • Wurzelzone statt Blattwerk: Wasser direkt an den Boden geben. Nasse Blätter erhöhen Krankheitsrisiken und bringen kaum Nutzen.

  • Mulchen: 5–8 cm organischer Mulch (Gras, Laubkompost, gehäckselte Zweige, Stroh) reduziert Verdunstung, puffert Hitze und fördert Bodenleben.

  • Boden verbessern:Humusreiche Böden speichern mehr Wasser. Jährlich Kompost einarbeiten, Beete nicht tief umgraben (Bodenstruktur schützen).

  • Regenwasser nutzen: Tonnen/Zisternen, ggf. mit Vorfilter. Regenwasser ist weich, pflanzenfreundlich und spart Ressourcen.

  • Gießhilfen:Tropfschläuche, Perlschläuche, Bewässerungskegel oder Olla (Tongefäße) geben langsam und zielgenau Wasser ab.

  • Schatten und Windschutz: Temporäre Schattierung bei Extremhitze und Windbremsen (Hecken, Flechtzäune, Schattenennetze) reduzieren Stress und Wasserbedarf.

 

Wie viel Wasser ist „genug“?

Orientierungswerte für durchdringendes Gießen (pro Gießgang) bei ca. 30 Grad:

Leichter Sandboden15–25 l/m² (sickert schnell, häufiger gießen).

Misch- oder Lehmboden: 10–20 l/m² (speichert besser, seltener gießen).

Neupflanzungen/Heckenpflanzen: 10–20 l je Pflanzloch, je nach Größe.

Stauden/Sträucher im Beet: 5–10 l pro Pflanze.

Junge Bäume: Stammumfang in cm ≈ Literzahl je Gießgang (z. B. 20 cm Umfang → ~20 l), 1–2 Mal pro Woche.

Prüfe die Bodentiefe: Nach dem Gießen 10–15 cm tief graben – ist es dort feucht? Falls nur die Oberfläche nass ist, war’s zu wenig.

Beachte, dass der Wurzelballen schneller austrocknet als der Boden drum herum, da das Substrat aus der Baumschule leichter ist und schneller Wasser verdunstet. Prüfe den Ballen mit den Fingern, ob er feucht ist. 

 

Gießinfos im Garten:

 

Neupflanzungen im Garten: Etablierung trotz Hitze

Ziel: Wurzelkontakt, Luft raus, tiefe Durchfeuchtung.

  1. Pflanzloch und Bodenvorbereitung
  • Loch doppelt so breit wie der Wurzelballen; Boden mit Kompost lockern.
  • Bei schweren Böden etwas Sand/Feinsplitt untermischen, bei Sandböden humusreiche Erde.
  1. Angießen
  • Ballen vor dem Pflanzen wässern (Eimer/Tauchbad, bis keine Blasen mehr aufsteigen).
  • Nach dem Einsetzen eine Gießmulde formen.
  • Sofort 10–20 l pro Pflanze angießen, in 2–3 Etappen, damit es einsickert.
  1. Erste 6–8 Wochen
  • 3–4 Mal pro Woche kontrollieren; gießen, wenn die oberen 5–8 cm trocken sind.
  • Pro Gießgang lieber 10–15 l statt „jeden Tag ein bisschen“.
  • Mulch rund um die Pflanze (2–3 Fingerbreit Luft direkt am Stängel lassen).
  1. Hitzespitzen
  • Temporäre Schattierung (Vlies, Schattiernetz, Sonnenschirm) zur Mittagszeit.
  • Bei anhaltender Trockenheit auf Tropfschlauch umstellen (2–4 l/h je Meter, 30–60 Min).
  1. Zeichen für Wassermangel
  • Schlaffe Triebspitzen am späten Morgen, eingerollte Blätter, matte Farbe.
  • Gegenprobe abends: Erholt sich die Pflanze ohne Gießen, war’s nur Tagesstress; bleibt sie schlapp, gießen.

Bestehende Pflanzungen im Garten: Erhalten statt verzärteln

  • Tiefgründig gießen: 10–20 l/m², 1–2 Mal pro Woche, je nach Boden und Wetter.
  • Prioritäten:
    • Junge Bäume (1.–3. Standjahr) und flachwurzelnde Sträucher.
    • Flachwurzelnde Staudenbeete, Gemüse mit hohem Bedarf (Tomaten, Kürbis).
    • Rasen nicht täglich gießen, alle 2-3 Tage durchdringend reicht. Rasen kann teilweise dormieren (braun werden) und später regenerieren; sparsam gießen und lediglich am Leben halten.

 

Bäume: Lebensader im Sommer

  • Gießsäcke oder -ringe um den Stamm geben Wasser langsam ab.
  • Je Gießgang: Umfang in cm ≈ Liter, bis zu 2 Mal pro Woche in Hitzeperioden.
  • Wässern nicht nur am Stamm, ebenfalls im äußeren Bereich des Kronenumfangs, denn dort sitzen die Feinwurzeln.

 

Gemüsebeet: Ertrag sichern

  • Tropfbewässerung entlang der Reihen spart bis zu 50% Wasser gegenüber Sprenklern.
  • Zielwerte:
    • Fruchtgemüse (Tomate, Paprika, Kürbis): 10–15 l/m² pro Gießgang.
    • Blattgemüse: gleichmäßig feucht halten, aber Staunässe vermeiden.
  • Tomaten regensicher führen (Dach), damit du seltener gießt und Braunfäule vorbeugst.
  • Direkt nach dem Hacken gießen: Gelockerte Krume wirkt als Verdunstungssperre.

 

Balkon und Terrasse: Töpfe und Kübel richtig gießen

  • Morgens gießen, bei Hitzespitzen ggf. zweites Mal am späten Nachmittag.
  • Durchdringend, bis unten Wasser austritt; Überschuss im Untersetzer nach 10–15 Min abgießen (Ausnahme: durstige Sommerpflanzen können einen „Wasservorrat“ im Untersetzer kurzzeitig nutzen).
  • Helle, größere Töpfe erwärmen sich weniger und halten Feuchte besser als kleine, dunkle.
  • Selbstbewässernde Kästen/Kübel, Ollas oder Bewässerungskegel reduzieren Gießhäufigkeit.
  • Mulchen auch im Topf: 2–3 cm (z. B. Kakaoschalen, Rindenmulch, Schafwolle).
  • Windschutz und leichte Schattierung an Südbalkonen senken den Bedarf deutlich.

Richtwerte:

  • 20–30 cm Topfdurchmesser: an Hitzetagen meist täglich, 1–2 l.
  • 40–50 cm Kübel: jeden 1–2. Tag, 3–6 l.
  • Kräuter mediterran (Rosmarin, Thymian): lieber etwas trockener; Basilikum gleichmäßig feucht.

 

Wasser sparen ohne Ertragseinbußen

  • Regenwasser priorisieren; graues Wasser nur, wenn seifenfrei und ohne Zusätze.
  • Gießkannen statt Hochdruck-Sprenger; Tropfschlauch mit Zeitschaltuhr ist die sparsamste Flächenlösung.
  • Beete schattieren, Wege hell abdecken (Reflexion verringert Bodenerwärmung).
  • Unkraut regulieren: Konkurrenz um Wasser reduzieren.
  • Pflanzenauswahl anpassen: Hitzetolerante, tiefwurzelnde Arten für sonnige Lagen.

 

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

  • Täglich oberflächlich gießen → fördert Flachwurzeln und Trockenstress. Besser selten, aber tief.
  • Mittags gießen → hohe Verdunstung, Risiko für „kochende“ Töpfe. Lieber früh am Morgen.
  • Über die Blätter sprühen → wenig Nutzen, mehr Krankheitsdruck.
  • Staunässe im Topf → Wurzelschäden. Drainage und Abflusslöcher sicherstellen.
  • Keine Mulchdecke → Boden heizt auf, Wasser verdunstet schneller.

 

Kompakte Gießpläne zum Start

  • Neupflanzung Strauch (Sommerhitze): direkt 15–20 l; dann 2–3 Mal/Woche 10–15 l für 6 Wochen; mulchen.
  • Junger Baum (StU 18–20 cm): 20 l je Gießgang, 1–2 Mal/Woche; Gießsack nutzen.
  • Staudenbeet auf Lehmboden: 1–2 Mal/Woche 10–15 l/m²; 5–8 cm Mulchschicht.
  • Gemüsereihe mit Tropfschlauch: 30–60 Min alle 2–3 Tage, je nach Boden/Hitze; Bodenfeuchte prüfen.
  • Südbalkon-Kübel 40 cm: täglich prüfen; meist 3–6 l morgens, bei Hitzespitzen zusätzlich am Nachmittag.
 
Gut zu wissen: Der beste „Sensor“ bist du. Kontrolliere regelmäßig 10–15 cm tief die Bodenfeuchte, beobachte Blätter und Triebspitzen, und passe Intervalle an. So gießt du nicht nur effektiv, sondern auch nachhaltig – und dein Garten bleibt selbst bei enormer Sommerhitze vital.

Fragen?

Gärtnerei, Baumschule, Rhododendron, Trompetenbaum, Agapanthus, Kaiserstuhl, Gartengestaltung, Gärtnerei in der Nähe, Baumschule in der Nähe, Pflanzen Grosshandel, Gartengestaltung in der Nähe, ginkgo biloba pflanze, zuckerhut fichte, ilex crenata, gaura, magnolie immergrün, euonymus, johannisbeere rote, Baum Felsenbirne, Felensbirne Baum, Korkenzieherhasel, Schneeheide, Japanische Stechpalme, Storchschnabel Geranium Macrorrhizum, Prunus, Kaiserstuhl Camping, Blumen für Hochzeiten, Gärtnerei Müller, Gartengestaltung kleiner Garten, Gärtnerei Freiburg, Obst mit Namen, Trauerfloristik modern, Gärtnerei Gundelfingen, Gartengestaltung am Hang, Gartengestaltung Kosten, Grosshandel Gartenbau, Garten Grosshandel, Pflanzen Blog, Grüne Jobs, Gärtnerei Jobs, Torffreie Erde, Taspo Award, DEGA, Lavendel, Steppensalbei, Perovskia, Rutenhirse
Stertz Pflanzen GbR
Wilhelmshöfe 5
79346 Endingen
Tel. +49 (0)7642 7601
Mail. info@stertz-pflanzen.de