
WEIL WIR PFLANZEN LIEBEN.
Frühling ist Pflanzzeit
WEIL WIR PFLANZEN LIEBEN.
Wie pflanze ich richitg

Einpflanzen im Frühling.
Im Frühling, sobald die ärgsten Frosttage vorüber sind, kann gepflanzt werden. In der warmen Gegend von Süddeutschland ist der ideale Zeitpunkt im März und April. Zu dieser Zeit wärmen die Frühlingssonnenstrahlen auch bereits den Boden auf und die Bäume, Sträucher und Stauden können bei besten Bedingungen anwachsen.
Sobald die Temperaturen steigen, können Gartenpflanzen natürlich weiterhin gesetzt werden. Achte aber darauf, dass du dann nach dem Setzen regelmäßig gießen musst, da die Pflanzen mehr Wasser verdunsten.
Tipps zur Standortwahl.
Jedes Gewächs bevorzugt einen gewissen Standort und es lohnt sich darauf zu achten, was die einzelnen Pflanzen mögen. Dabei solltest du beachten, dass es verschiedene Standortfaktoren gibt, die zu berücksichtigen sind.
Lichtverhältnisse
Sonnige Standorte: hier scheint größten Teils des Tages die Sonne. Vor allem am Nachmittag und Abend ist die Sonne besonders intensiv und erhitzt den Standort im Sommer sehr.
Typische Pflanzen für Sonne: Lavendel, Rosmarin, Pinie, Bartblume, Wildrosen, Astern
Halbschattige Standorte: an diesem Standort gibt es durch Gebäude oder Bäume einen Schattenwurf, sodass die Pflanzen nicht den ganzen Tag in der Sonne sind oder in lichtem Schatten stehen und nur einen Teil der Sonnenstrahlen abbekommen.
Typische Pflanzen für Halbschatten: Rispenhortensien, Golderdbeere, Gelber Sonnenhut,
Schattige Standorte: schattige Standorte sind durch wenig Licht und eine kühle Umgebungsluft geprägt. Für schattige Beete gibt es Pflanzen, die sich auf diese Plätze spezialisiert haben.
Typische Pflanzen für Schatten: Funkien, Bauernhortensien, Farne, Elfenblumen, Eiben
Bodenqualität
Der Boden ist neben den Lichtverhältnissen das entscheidende Kriterium, auf welches beim Pflanzen ein Augenmerk gelegt werden sollte.
Wichtig ist, dass die Bodenart den Gewächsen angepasst wird. Bei leichten Böden empfiehlt es sich Kompost einzuarbeiten, damit eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen gegeben ist. Bei sehr lehmigen und schweren Böden darfst du etwas Sand beimischen, damit ein guter Wasserabzug gewährleistet ist und sich keine Staunässe bildet. Wenn du keinen Kompost zur Hand hast, eignet sich auch jede Blumen- oder Pflanzerde, die mit organischen oder Langzeitdüngern angereichert ist.
Der Boden ist einer der entscheidenden Faktoren beim erfolgreichen Anwachsen. Es lohnt sich hier Vorarbeit zu leisten, denn bei Bäumen ist im Nachhinein nur schwierig einzugreifen.
Setzen von Pflanzen.
Folgende Schritte solltest du beim Einpflanzen beachten.
1. Das Pflanzloch.
Achte darauf, die Pflanzen in der richtigen Tiefe zu setzen. Generell gilt, dass die oberste Wurzel des Wurzelballens etwa auf gleicher Höhe mit der Erdoberfläche sein sollte. Zu tiefes Pflanzen kann Fäule verursachen, während zu flaches Pflanzen die Stabilität beeinträchtigen kann und der Wurzelhals Kahlfrösten ausgesetzt ist.
Hier kann ebenfalls schon ein Dünger wie Hornspähne, Guano oder andere Langzeitdünger ins Pflanzloch gegeben werden, damit die Pflanze direkt mit den Wurzeln den Dünger aufnehmen kann.
Das Pflanzloch sollte in etwa 1-2 Fäuste breiter und tiefer sein als der Topfballen.
2. Der Wurzelballen.
Schneide den Wurzelballen an den Seiten leicht ein und lege rundgewachsene Wurzeln wieder gerade hin. Dadurch förderst du ein schnelleres Wachstum der Wurzeln. Wenn die Pflanze einen trockenen Wurzelballen hat, tauche sie in einen Kübel, bis der Ballen sich komplett mit Wasser vollgesaugt hat und stelle sie dann ins Pflanzloch.
3. Der Pflanzschnitt.
Verschiedene Pflanzen, wie z.B. Obstbäume, sollten beim Einpflanzen einen sogenannten Pflanzschnitt erhalten, damit die Krone und die Wurzeln im Gleichgewicht sind und ein optimales Anwachsen garantiert ist.
4. Das Angießen.
Nach dem Setzen ist es wichtig, die Pflanzen gut zu gießen. Dies hilft, Luftblasen im Wurzelbereich zu schließen und sorgt dafür, dass die Erde gut um die Wurzeln anliegt. Achte darauf, dass die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht zu nass ist. Hier kann schon mal bei einem Strauch 5-10 Liter angemessen sein.
5. Die Mulchschicht.
Überlege, ob du Mulch verwenden möchtest. Mulch hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkraut zu reduzieren. Die Schicht sollte mit sich langsam zersetzendem und nicht faulendem Material gemacht werden. Hier eignet sich zum Beispiel Pinienrinde, Hackholzschnitzel oder auch Rasenschnitt. Dieser sollte aber vorab schon angetrocknet sein, damit er nicht fault.
Weitere Pflege.
Nach dem Setzen ist regelmäßiges Gießen und die Beobachtung der Pflanzen wichtig. Beim Gießen erhöht sich die Häufigkeit und Menge mit zunehmender Temperatur. Beachte, dass es bis zu einem ¾ Jahr gehen kann, bis ein Baum genügend eigene Wurzeln gebildet hat und sich komplett selber versorgen kann. Stauden sind da wesentlich schneller und es reicht, wenn du ihnen durch heiße Sommertage hilfst.
Letzter Tipp:
Achte immer auf Anzeichen von Veränderungen und reagiere frühzeitig. Melde dich bei deiner Fachperson, wenn dir etwas auffällt. Viele Krankheiten oder Verschlechterungen können verhindert werden, wenn wir versuchen herauszufinden, was der Pflanze fehlt und ihr frühzeitig geholfen wird.
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