Sommerhitze - Was bedeutet das für die Pflanzen?

WEIL WIR PFLANZEN LIEBEN.

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Wenn es immer trockner wird...

Wassersparend gießen: So reduzieren Sie den Wasserbedarf im Garten

Mit zunehmenden Wetterschwankungen, längeren Hitzeperioden und Trockenphasen wird ein bewusster Umgang mit Wasser im Garten immer wichtiger. Ziel sollte es sein, den Wasserbedarf der Pflanzen möglichst gering zu halten und gleichzeitig vorhandenes Grün zu erhalten.

Denn Pflanzen und insbesondere Bäume können durch ihre Beschattung dazu beitragen, aufgeheizte Bereiche im Garten angenehm zu temperieren. Gleichzeitig benötigen Pflanzen für ein gesundes Wachstum ausreichend Wasser – allerdings nicht jede Pflanze in gleicher Menge.

Darum gilt beim Gießen: Versorgen Sie Ihre Pflanzen gezielt und bedarfsgerecht. Gießen Sie möglichst dort und dann, wo Wasser tatsächlich benötigt wird, und vermeiden Sie unnötige Wassergaben.

Auch die Auswahl geeigneter Pflanzen kann den späteren Wasserbedarf beeinflussen. Achten Sie bei der Planung auf Arten und Sorten, die mit den örtlichen Standortbedingungen und den zu erwartenden sommerlichen Temperaturen gut zurechtkommen. Pflanzen mit einem höheren Wasserbedarf können an trockenen Standorten entsprechend mehr Pflege und Bewässerung benötigen.

Nachfolgend finden Sie unsere Tipps für eine bedarfsgerechte und wassersparende Bewässerung.

Grundprinzipien für wassersparendes Gießen

  • Zeitpunkt: Idealerweise gießen Sie morgens zwischen 4 und 9 Uhr. Zu dieser Zeit sind die Temperaturen meist noch niedriger und die Verdunstung geringer. Die Pflanzen sind dadurch für die wärmeren Stunden des Tages mit Wasser versorgt. Auch das Gießen am Abend kann sinnvoll sein, insbesondere bei sehr hohen Temperaturen. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass feuchte Blätter über Nacht das Risiko für bestimmte Pflanzenkrankheiten erhöhen können und Schnecken bei feuchten Bedingungen aktiver sein können. Bei Temperaturen von über 34 °C kann das Gießen in den Abendstunden eine geeignete Alternative sein.
  • Selten, aber durchdringend: Geben Sie den Pflanzen lieber in größeren Abständen eine ausreichende Menge Wasser, anstatt täglich nur kleine Mengen zu verteilen. So kann das Wasser tiefer in den Boden eindringen und auch tiefer liegende Wurzeln erreichen. Wie häufig gegossen werden sollte, hängt unter anderem von Pflanzenart, Standort, Boden und Witterung ab.
  • Wurzelzone statt Blattwerk: Geben Sie das Wasser möglichst direkt auf den Boden im Bereich der Wurzeln. So kommt das Wasser dort an, wo es von der Pflanze aufgenommen werden kann. Gleichzeitig bleiben die Blätter möglichst trocken.
  • Mulchen: Eine etwa 5–8 cm starke Schicht aus organischem Material wie Grasschnitt, Laubkompost, gehäckselten Zweigen oder Stroh kann die direkte Sonneneinstrahlung auf den Boden reduzieren und dazu beitragen, dass die Bodenoberfläche langsamer austrocknet. Gleichzeitig kann organisches Mulchmaterial den Boden mit organischer Substanz versorgen.
  • Boden verbessern: Humusreiche Böden können Wasser besser speichern. Das Einarbeiten von Kompost kann die Bodenstruktur und den Wasserhaushalt verbessern. Bei bestehenden Beeten sollte der Boden möglichst nicht regelmäßig tief umgegraben werden, da dadurch die gewachsene Bodenstruktur verändert wird.
  • Regenwasser nutzen: Regenwasser kann beispielsweise in Regentonnen oder Zisternen gesammelt und für die Gartenbewässerung verwendet werden. Ein geeigneter Vorfilter kann dabei grobe Verunreinigungen zurückhalten. Bei der Nutzung von Regenwasser sollten die örtlichen Gegebenheiten und die Eignung für die jeweilige Pflanze berücksichtigt werden.
  • Gießhilfen: Tropf- und Perlschläuche, Bewässerungskegel oder sogenannte Ollas aus unglasiertem Ton können Wasser langsam und gezielt an den Boden beziehungsweise in den Wurzelbereich abgeben. Dadurch lässt sich die Wasserversorgung der Pflanzen besser dosieren.
  • Schatten und Windschutz: Eine vorübergehende Beschattung kann Pflanzen bei außergewöhnlich starker Hitze vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen. Auch Windschutz, beispielsweise durch Hecken, Flechtzäune oder geeignete Schattierungsnetze, kann die Austrocknung des Standorts verringern.

 

Wie viel Wasser ist „genug“?

Wie viel Wasser eine Pflanze benötigt, hängt unter anderem von Pflanzenart, Größe, Standort, Boden und aktueller Witterung ab. Die folgenden Angaben dienen daher als Orientierungswerte für einen einzelnen Gießvorgang bei sommerlichen Temperaturen um 30 °C:

Leichter Sandboden:
15–25 l/m². Sandige Böden lassen Wasser vergleichsweise schnell versickern und können daher eine häufigere Bewässerung erforderlich machen.

Misch- oder Lehmboden:
10–20 l/m². Diese Böden können Wasser in der Regel länger speichern. Entsprechend können größere Abstände zwischen den Gießvorgängen möglich sein.

Neupflanzungen und Heckenpflanzen:
10–20 l je Pflanzloch, abhängig von Größe und Zustand der Pflanze sowie den Standortbedingungen.

Stauden und Sträucher im Beet:
5–10 l pro Pflanze als grober Orientierungswert. Bei größeren Pflanzen oder sehr trockenen Standorten kann der tatsächliche Bedarf abweichen.

Junge Bäume:
Als einfache Orientierung kann bei jungen Bäumen der Stammumfang in Zentimetern ungefähr der Literzahl Wasser pro Gießvorgang entsprechen. Bei einem Stammumfang von 20 cm wären das beispielsweise etwa 20 Liter. Je nach Standort und Witterung kann eine Bewässerung ein- bis zweimal pro Woche sinnvoll sein. Kontrollieren Sie dabei regelmäßig die Bodenfeuchtigkeit.

Prüfen Sie die Bodenfeuchtigkeit

Verlassen Sie sich beim Gießen nicht ausschließlich auf feste Mengenangaben. Prüfen Sie nach der Bewässerung beispielsweise, ob der Boden in einer Tiefe von etwa 10–15 cm noch feucht ist. Ist nur die Oberfläche nass, konnte das Wasser möglicherweise noch nicht ausreichend tief in den Boden eindringen.

Besonderheit bei Neupflanzungen

Bei frisch gepflanzten Bäumen, Sträuchern und anderen Gehölzen kann der Wurzelballen schneller austrocknen als der umgebende Gartenboden. Das verwendete Baumschulsubstrat kann andere Eigenschaften als der vorhandene Boden haben und Wasser unterschiedlich speichern.

Prüfen Sie deshalb insbesondere bei Neupflanzungen regelmäßig die Feuchtigkeit des Wurzelballens. Dazu können Sie vorsichtig mit den Fingern prüfen, ob sich das Substrat noch feucht anfühlt.

Wichtig: Die genannten Mengen sind Richtwerte und ersetzen nicht die Kontrolle der tatsächlichen Boden- und Pflanzenbedingungen. Bei anhaltender Hitze oder Trockenheit kann sich der Wasserbedarf verändern.

 

 

Gießinfos im Garten:

Neupflanzungen im Garten: Pflanzen bei Hitze erfolgreich etablieren

Gerade bei sommerlichen Temperaturen benötigen frisch gepflanzte Gehölze und Stauden besondere Aufmerksamkeit. Entscheidend ist, dass der Wurzelballen guten Kontakt zum umgebenden Boden hat und ausreichend mit Wasser versorgt wird.

1. Pflanzloch und Bodenvorbereitung

  • Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so breit wie der Wurzelballen sein. Lockern Sie die Sohle und die Seiten des Pflanzlochs und achten Sie darauf, dass die Pflanze später in der richtigen Höhe eingesetzt wird.
  • Bei der Bodenvorbereitung sollten die vorhandenen Bodenverhältnisse berücksichtigt werden. Je nach Bodenart kann beispielsweise gut gereifter Kompost oder anderes geeignetes organisches Material eingearbeitet werden. Bei schweren Böden ist insbesondere auf eine ausreichende Bodenstruktur und Wasserdurchlässigkeit zu achten.

2. Angießen

  • Wässern Sie den Wurzelballen vor dem Pflanzen gründlich. Bei stark ausgetrockneten Ballen kann ein Tauchbad sinnvoll sein, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
  • Nach dem Einsetzen können Sie rund um die Pflanze eine flache Gießmulde formen. Dadurch kann das Wasser gezielt in den Wurzelbereich geleitet werden.
  • Gießen Sie die Pflanze unmittelbar nach dem Einsetzen gründlich an. Als Orientierungswert können je nach Größe etwa 10–20 Liter Wasser pro Pflanze sinnvoll sein. Bei größeren Pflanzen kann der Bedarf höher liegen. Teilen Sie die Wassermenge bei Bedarf auf mehrere Etappen auf, damit sie in den Boden einsickern kann.

3. Die ersten 6–8 Wochen

  • Kontrollieren Sie die Boden- und Ballenfeuchtigkeit zunächst regelmäßig, beispielsweise drei- bis viermal pro Woche. Wird der Boden im oberen Bereich trocken, kann eine Bewässerung erforderlich sein.
  • Bei der Bewässerung von Neupflanzungen ist es meist sinnvoller, ausreichend Wasser in größeren Abständen zu geben, als täglich nur kleine Mengen zu verteilen. Als grober Orientierungswert können 10–15 Liter pro Gießgang dienen. Der tatsächliche Bedarf hängt jedoch von Pflanzengröße, Boden, Standort und Wetter ab.
  • Eine Mulchschicht kann die Bodenoberfläche vor direkter Sonneneinstrahlung schützen und das Austrocknen verlangsamen. Lassen Sie dabei unmittelbar am Stamm beziehungsweise am Stängel einen kleinen Bereich frei, damit dort keine dauerhaft feuchte Schicht anliegt.

4. Bei außergewöhnlicher Hitze

  • Eine vorübergehende Beschattung, beispielsweise mit einem geeigneten Schattiernetz oder Sonnenschirm, kann Pflanzen während besonders heißer Stunden vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen.
  • Bei längeren Trockenperioden können Tropfschläuche eine gezielte Bewässerung des Wurzelbereichs ermöglichen. Die erforderliche Laufzeit und Wassermenge hängen vom verwendeten System, vom Standort und vom Wasserbedarf der Pflanzen ab. Angaben wie 2–4 l/h pro Meter und eine Laufzeit von 30–60 Minuten können daher nur als Ausgangspunkt für die Einstellung dienen.

5. Anzeichen für Wassermangel

Mögliche Anzeichen für Trockenstress sind:

  • schlaffe Triebspitzen, insbesondere im Verlauf des Tages,
  • eingerollte oder hängende Blätter,
  • eine auffallend matte Blattfarbe.

Beobachten Sie die Pflanze auch am Abend. Erholt sie sich nach den kühleren Stunden von selbst, kann die Erscheinung auf vorübergehenden Hitzestress zurückzuführen sein. Bleibt die Pflanze trotz sinkender Temperaturen deutlich schlaff und ist der Wurzelbereich trocken, sollte die Boden- beziehungsweise Ballenfeuchtigkeit geprüft und bei Bedarf bewässert werden.

Hinweis: Die genannten Wassermengen und Zeitangaben sind Orientierungswerte. Pflanzenart, Pflanzengröße, Boden, Standort, Sonneneinstrahlung und Witterung können den tatsächlichen Wasserbedarf deutlich beeinflussen.

Bestehende Pflanzungen im Garten: Pflanzen gezielt mit Wasser versorgen

Etablierte Pflanzen kommen je nach Art, Standort und Witterung unterschiedlich gut mit Trockenperioden zurecht. Deshalb sollte die Bewässerung vor allem am tatsächlichen Bedarf der Pflanzen und an der Bodenfeuchtigkeit ausgerichtet werden.

 

Bestehende Pflanzungen

  • Tiefgründig gießen: Je nach Boden, Pflanzenbestand und Wetter können beispielsweise 10–20 l/m² pro Gießgang als Orientierung dienen. Entscheidend ist, dass das Wasser ausreichend tief in den Boden eindringt.
  • Prioritäten setzen: Bei längeren Trockenperioden benötigen insbesondere junge Bäume in den ersten Standjahren und Pflanzen mit einem flachen Wurzelsystem besondere Aufmerksamkeit.
  • Auch Staudenbeete mit flachwurzelnden Pflanzen sowie Gemüsearten mit höherem Wasserbedarf, beispielsweise Tomaten oder Kürbis, sollten regelmäßig kontrolliert werden.
  • Rasen: Ein etablierter Rasen muss bei Trockenheit nicht zwangsläufig dauerhaft grün bleiben. Je nach Gräsern und Standort kann er eine Trockenperiode überstehen und sich nach ausreichenden Niederschlägen wieder erholen. Bei Bedarf sollte eher durchdringend als täglich oberflächlich bewässert werden.

 

Bäume: Besonders im Sommer im Blick behalten

  • Gießsäcke oder Gießringe können Wasser langsam in den Boden abgeben und die Bewässerung erleichtern.
  • Als grobe Orientierung kann bei jungen Bäumen der Stammumfang in Zentimetern ungefähr der Literzahl Wasser pro Gießvorgang entsprechen. Bei einem Stammumfang von 20 cm wären dies beispielsweise etwa 20 Liter. Wie häufig bewässert werden muss, hängt von Baumart, Standort, Boden und Witterung ab.
  • Verteilen Sie das Wasser nicht ausschließlich direkt am Stamm. Bei etablierten Bäumen liegt ein großer Teil der Feinwurzeln im äußeren Bereich des Kronenbereichs. Dort sollte die Bewässerung entsprechend berücksichtigt werden.

 

Gemüsebeet: Pflanzen bedarfsgerecht versorgen

  • Tropfbewässerung kann Wasser gezielt an den Wurzelbereich der Pflanzen bringen. Im Vergleich zu einer flächigen Beregnung kann dadurch die Wassermenge gezielter dosiert werden. Wie groß die mögliche Einsparung ist, hängt unter anderem vom Bewässerungssystem, Boden und Standort ab.
  • Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika oder Kürbis benötigt während der Fruchtbildung häufig eine regelmäßige Wasserversorgung. Als grober Orientierungswert können 10–15 l/m² pro Gießgang dienen.
  • Blattgemüse sollte gleichmäßig mit Wasser versorgt werden. Gleichzeitig sollte Staunässe vermieden werden.
  • Bei Tomaten kann ein Regenschutz dazu beitragen, dass die Blätter möglichst trocken bleiben. Eine gezielte Bewässerung des Bodens reduziert außerdem die Benetzung des Laubs.
  • Nach dem Hacken kann eine lockere Bodenoberfläche dazu beitragen, die Wasserabgabe aus den tieferen Bodenschichten zu verlangsamen. Bewässern Sie bei Bedarf anschließend gezielt den Wurzelbereich.

 

Balkon und Terrasse: Töpfe und Kübel richtig gießen

  • Morgens gießen: Bei sehr hohen Temperaturen kann es sinnvoll sein, die Feuchtigkeit am Nachmittag erneut zu kontrollieren und bei Bedarf ein zweites Mal zu gießen.
  • Durchdringend gießen: Wässern Sie so lange, bis das Wasser den gesamten Wurzelbereich erreicht. Überschüssiges Wasser im Untersetzer kann nach etwa 10–15 Minuten entfernt werden. Bei Pflanzen, die vorübergehend einen Wasserstand im Untersetzer vertragen, gelten die jeweiligen Pflegeanforderungen.
  • Topfgröße und Material beachten: Größere Gefäße können mehr Wasser aufnehmen und speichern als kleine Töpfe. Helle Gefäße erwärmen sich in direkter Sonne in der Regel weniger stark als sehr dunkle Gefäße.
  • Bewässerungshilfen: Selbstbewässernde Pflanzgefäße, Ollas oder Bewässerungskegel können die Wasserversorgung gleichmäßiger gestalten und den Pflegeaufwand reduzieren.
  • Mulchen: Auch Kübel und Töpfe können mit einer dünnen Schicht geeigneten organischen Materials, beispielsweise Rindenmulch oder Schafwolle, abgedeckt werden. Eine Schicht von etwa 2–3 cm kann die Oberfläche vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.
  • Wind und intensive Sonne berücksichtigen: An sehr sonnigen und windigen Standorten kann eine geeignete, leichte Beschattung den Wasserverlust der Pflanzen verringern.

 

Richtwerte für die Bewässerung

Die folgenden Angaben sind lediglich Ausgangswerte. Kontrollieren Sie die Feuchtigkeit des Substrats und passen Sie die Wassermenge an Pflanze, Topfgröße, Standort und Wetter an.

  • 20–30 cm Topfdurchmesser: an heißen Tagen kann tägliches Kontrollieren erforderlich sein; etwa 1–2 Liter können als Orientierungswert dienen.
  • 40–50 cm Kübel: je nach Witterung kann eine Bewässerung alle ein bis zwei Tage erforderlich sein; etwa 3–6 Liter können als Ausgangswert dienen.
  • Mediterrane Kräuter: Rosmarin und Thymian vertragen eher trockenere Bedingungen. Basilikum benötigt dagegen eine gleichmäßigere Wasserversorgung.

 

Wasser gezielt einsetzen

  • Gesammeltes Regenwasser kann für die Gartenbewässerung verwendet werden, sofern es für die jeweilige Anwendung geeignet ist.
  • Für die Bewässerung sollten nur geeignete Wasserquellen verwendet werden. Grauwasser kommt beispielsweise nur unter bestimmten Voraussetzungen infrage und sollte keine Seifen-, Reinigungs- oder andere problematische Zusätze enthalten.
  • Gießkannen, Tropf- und Perlschläuche ermöglichen eine gezielte Wassergabe. Bei automatisierten Systemen sollte die Laufzeit regelmäßig an Wetter und Bodenfeuchtigkeit angepasst werden.
  • Eine geeignete Beschattung von empfindlichen Beeten kann die direkte Sonneneinstrahlung reduzieren.
  • Entfernen oder regulieren Sie unerwünschte Begleitvegetation, wenn diese mit den Kulturpflanzen um Wasser konkurriert.
  • Wählen Sie Pflanzen entsprechend den Standortbedingungen aus. Arten und Sorten mit guter Anpassung an sonnige und trockene Standorte können dort unter Umständen mit weniger zusätzlicher Bewässerung auskommen.

 

Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden

  • Täglich oberflächlich gießen: Kleine Wassermengen erreichen häufig nur die obersten Bodenschichten. Besser ist eine Bewässerung, bei der das Wasser ausreichend tief in den Boden eindringen kann.
  • Bei großer Hitze mitten am Tag gießen: Bei hohen Temperaturen kann ein Teil des Wassers schneller verdunsten. Nach Möglichkeit sind die frühen Morgenstunden oder – bei geeigneten Bedingungen – die Abendstunden besser geeignet.
  • Über die Blätter sprühen: Bei vielen Pflanzen ist es sinnvoller, den Boden beziehungsweise den Wurzelbereich zu bewässern. Länger anhaltend feuchtes Laub kann bei empfindlichen Pflanzen die Entstehung bestimmter Krankheiten begünstigen.
  • Staunässe im Topf: Fehlender Wasserabfluss kann zu Problemen im Wurzelbereich führen. Achten Sie deshalb auf ausreichende Abflussmöglichkeiten und geeignete Pflanzgefäße.
  • Keine Abdeckung der Bodenoberfläche: Eine geeignete Mulchschicht kann die direkte Sonneneinstrahlung auf den Boden reduzieren und das Austrocknen der Oberfläche verlangsamen.

 

Kompakte Gießpläne als Ausgangspunkt

Die folgenden Pläne sind Orientierungswerte und sollten an die tatsächlichen Bedingungen angepasst werden:

  • Neupflanzung eines Strauchs bei sommerlicher Hitze: direkt nach dem Pflanzen etwa 15–20 Liter; anschließend je nach Bodenfeuchtigkeit beispielsweise zwei- bis dreimal pro Woche 10–15 Liter während der ersten Wochen.
  • Junger Baum mit 18–20 cm Stammumfang: etwa 20 Liter pro Gießvorgang als Ausgangswert; Häufigkeit abhängig von Boden und Witterung.
  • Staudenbeet auf Lehmboden: beispielsweise ein- bis zweimal pro Woche 10–15 l/m², sofern die Bodenfeuchtigkeit eine Bewässerung erforderlich macht.
  • Gemüsereihe mit Tropfschlauch: Laufzeit und Intervalle nach der tatsächlichen Wasserabgabe des Systems und der Bodenfeuchtigkeit einstellen. Die genannten 30–60 Minuten alle zwei bis drei Tage können lediglich als Ausgangspunkt dienen.
  • Südbalkon mit 40-cm-Kübel: täglich die Feuchtigkeit kontrollieren; bei Bedarf können beispielsweise 3–6 Liter am Morgen gegeben werden. Bei außergewöhnlicher Hitze kann eine zusätzliche Kontrolle am Nachmittag erforderlich sein.

Gut zu wissen

Der wichtigste Maßstab ist die tatsächliche Boden- und Substratfeuchtigkeit. Kontrollieren Sie regelmäßig, wie feucht der Boden in etwa 10–15 cm Tiefe ist, beobachten Sie Blätter und Triebspitzen und passen Sie die Bewässerungsintervalle an die aktuelle Witterung an. So lässt sich die Wasserversorgung der Pflanzen gezielt an ihren tatsächlichen Bedarf anpassen.

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